Sportverletzungen:

Achillessehnenentzündung (Achillodynie)

Dieses Überlastungssyndrom der Achillessehne trifft man verstärkt bei Läufern an.
Die Achillodynie zeichnet sich durch ausgedehnte Schmerzen der Sehne, teilweise bis in den Fuß aus. Oftmals verdickt sich die Sehne sichtbar bis auf das Doppelte ihres normalen Durchmessers, was man bereits beim Gegenüberstellen beider Beine erkennen kann.
Die wichtigste Therapie stellt eine Reduzierung der Belastung dar.
Die Heilung kann mittels gezielter Massagen und Wärmenwendungen beschleunigt werden.
Sogenannte exzentrische Dehnübungen haben in wissenschaftlichen Untersuchungen einen hohen Stellenwert bei der Behandlung bewiesen. Elektrotherapeutische Maßnahmen oder Ultraschallapplikationen beschleunigen den Stoffwechsel und damit die Regeneration des Sehnengewebes. Zur Entlastung können z.B. auch klassische Tapeverbände oder das Kinesiotape zum Einsatz kommen.
Mittelfristig muss der Laufstil korigiert werden und ein idealer Laufschuh durch fachliche Beratung gefunden werden.

Kreuzbandriss

Eine gerade beim Fußball häufig auftretende Verletzung ist der Riss des vorderen Kreuzbandes.
Das vordere Kreuzband (VKB) reißt etwa zehnmal häufiger als das hintere.
Die Diagnosestellung erfolgt in der Regel über sogenannte Knietests (Schubladentest, Lachmann-Test)
und wird durch eine MRT-Aufnahme bestätigt. Findet sich bei der Punktion des Kniegelenks Blut in der gewonnenen Flüssigkeit, so ist dies ebenfalls ein Zeichen für ein gerissenes Band.
Die Behandlung erfolgt bei sportlich aktiven Menschen normalerweise operativ.
Hierbei wird ein Stück körpereigene Sehne (M. semitendinosus oder -gracilis) aus dem Seitengleichen Bein entnommen und präpariert, so dass es wieder als Sehnenersatz eingefügt werden kann.
Anschliessend erfolgt oftmals eine teilweise Ruhigstellung.
Zu Beginn der Therapie stehen abschwellend wirkende manuelle Lymphdrainage und
vorsichtiger Mobilisation des Gelenks. Zu einem späteren Zeitpunkt nehmen koordinationsschulende
Übungen einen hohen Stellenwert ein. Auch die normale Kraft sollte für die Erlangung der Sporttauglichkeit wieder hergestellt werden. Ganz wichtig für den Wiedereinstieg in den Sport ist ein sportartspezifisch ausgelegtes Üben mit dem Therapeuten. Erst nach etwa eine Jahr (!) hat das Kreuzband seine volle Belastbarkeit erreicht.

Schulterverletzungen

Verletzungen des Schultergelenks treten gerade im Handball relativ oft auf.
Etwa 7% der in Deutschland vorkommenden Sportverletzungen betreffen den Handballsport.
40% der Handballspieler klagen übe Schulterbeschwerden.
Hierbei dominiert die Instabilität des Schultergelenks, z.B. durch ein Ausrenken des Oberarmkopes aus der Gelenkpfanne. In den meisten Fälen reisst hierbei die sogenannte Knorpellippe (Labrum glenoidale) ab (Bankart-Läsion). Im Leistungssport wird die Instbilität üblicherweise durch einen athroskopischen Eingriff behandelt, bei dem die Schulter wieder stabilisert wird.
Nach einer zwangsläufigen Ruhigstellung der operierten Schulter werden bewegungserweiternde Maßnahmen z.B. durch manuelle Therapie durchgeführt. Auch hier bildet eine sportartspezifische Physiotherapie das Zurückkehren in den Sport.

Bänderriß (Bänderruptur) am oberen Sprunggelenk

Beim Riß des vorderen Bandes am oberen Sprunggelenk (Lig. talofibulare anterius) handelt es
sich um die häufigste Sportverletzung überhaupt. Durch ein Umknicken des Fußes kommt es zum teilweisen- oder vollständigen Zerreissen der Gelenkkapsel und des Bandes. Es entsteht schlagartig eine eindrucksvolle Schwellung und ggf. eine Blaufärbung des Fußes, begleitet von starken Schmerzen. Die sofortige Erstmaßnahme sollte in einem Hochlegen des Fußes und Kompression der verletzten Stelle bestehen, um ein Anschwellen einzugrenzen. Gegen die Schmerzen kann auch gekühlt werden; die Schwellung wird man jedoch kaum noch beeinflussen können. Als kurzfristige Maßnahme kann Lymphdrainage die Schwellung und die Schmerzen in der ersten Tagen lindern.
Nach ca. einer Woche sollte mit vorsichtiger Mobilisation und Gleichgewichtstraining fortgefahren werden. Wichtig ist die Übungen selber lange genug durchzuführen, um einer dauerhaften Instabilität entgegen zu wirken.

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